Zeittafel

Kaj Munk - Leben und Werk – eine Übersicht


(nach: Kaj Munk - Schauspiele“, aus dem Dänischen von Rolf Lehfeldt und Paul Gerhard Schoenborn, mit einem Essay von Arne Munk, Edition ATE om LIT Verlag, Münster 2003)



1898 Am 13. Januar wird Kaj Harald Leininger Petersen in Maribo auf Lolland geboren und am 13. März im Dom zu Maribo getauft.



1901 Sein Vater, der Gerbermeister Carl Emanuel Petersen, stirbt am 8. August plötzlich an einem Herzinfarkt



1903 Seine Mutter Ane Mathilde Petersen, geborene Christensen, stirbt am 23. Oktober an Tuberkulose. Der Kleinbauer Peter Munk und seine Frau Marie, Verwandte der Mutter in Opager bei Maribo, nehmen die Vollwaise bei sich auf. Durch Adoption erhält Kaj ihren Namen. Beide halten sich zur erwecklichen „Indre Mission“. Der Einfluss dieser pietistischen Glaubensrichtung prägt Kaj Munk nachhaltig.



1905 28. April: Kaj Munk - noch nicht in der Schule - gewinnt bei einem Lesewettbewerb in Schloss Christianssæde eine Bilderbibel. Im gleichen Jahr wird er in der Dorfschule in Opager eingeschult.



1906 Kaj Munks Schule in Opager wird Ende des Jahres geschlossen.



1907 Kaj wechselt im Januar hinüber in die Schule von Vejleby. Mit Martinus Wested, seinem neuen Lehrer, verbindet ihn lebenslange Freundschaft. Wested ist mit Leib und Seele Grundtvigianer und fördert fördert den Jungen durch Privatunterricht.



1910 Als Vorbereitung für die Realschule erhält Kaj Munk außerdem Privatunterricht bei Pastor Oscar Geismar. Dieser weckt in ihm die Liebe zur Dichtung und wird seinen Weg als Dichter begleiten und ebnen.. In seinen Lebenserinnerungen berichtet Kaj Munk von der seelischen Erschütterung zu dieser Zeit, die der Tod seines älteren Freundes Peder Emmiche in ihm auslöst.



1911 Kaj Munk wird in die private Realschule von Maribo aufgenommen.



1912 Am 14. April wird er in der Domkirche von Maribo konfirmiert.



1914 Kaj Munk besteht das Realexamen in Maribo und besucht danach die Kathedralschule in Nykøbing/Falster. Er lernt Dramen Henrik Ibsens kennen.



1915 Durch Berichte über die blutige Realität auf den Kriegsschauplätzen des Ersten Weltkriegs wird Kaj Munks Glauben an Gott radikal in Frage gestellt.



1916 Am 13. Juli wird Kaj Munk von Peter und Marie Munk adoptiert.



1917 Kaj Munk verfasst das Drama „Pilatus“ und besteht das Abitur in Nykøbing. Er studiert bis 1924 evangelische Theologie an der Universität von Kopenhagen. Die Kirchenkritik Søren Kierkegaards verstärkt seine starken Zweifel, ob er den Beruf eines Pfarrers ergreifen darf. Viel lieber möchte er Dichter und Schriftsteller werden. In dieser Zeit entstehen die Dramen „Judas Ischariot“ und „Samson“. Er empfindet tiefe Trauer über den Tod von Camilla Wested, der Frau seines verehrten Lehrers.



1918 Er wohnt bis 1919 bei Frau Anna Petersen in der Larslejsstraede Nr. 1 und Er bleibt mit dieser Studentenmutter, die seine Theaterleidenschaft teilt, lebenslang verbunden. Kaj Munks größtes Theatererlebnis in dieser Zeit ist eine Aufführung von August Strindbergs „Vater“ im Betty-Nansen-Theater. Er verfasst das Drama „Christoffer II“.



1919 Kaj Munk unterrichtet als Hilfslehrer an Barfods Mindeskole (bis 1924) und schreibt „Operationen“. Er hält am 24. August in den Kirchen von Skovlænge und Gurreby auf Lolland seiner ersten beiden Predigten.



1921 Der Theologiestudent wird in das traditionsreiche Kopenhagener Studentenhaus „Regensen“ aufgenommen. Auf einer Reise nach Berlin, Nürnberg und in das Rheinland begegnet Kaj Munk den Problemen des geschlagenen Deutschland.



1922 Kaj Munk wird zum „Klokker“ (Präses) im „Regensen“ gewählt. Er schreibt „S'mænd et Offer“ („Eigentlich ein Opfer“), das mit anderen Studenteschwänken in dem kleinen Buch „Rub og Stub“ (in etwa: „Kraut und Rüben“) erscheint. Er unternimmt eine Reise nach Berlin, in die Tschechoslowakei, nach Eisenach und Hamburg.



1923 Im Frühjahr zieht Kaj Munk nach Buddinge bei Kopenhagen. Er schreibt trotz Examensdruck die ersten acht Akte von „En Idealist“. Im Sommer besteht er erfolgreich den ersten Teil des theologischen Examens.



1924 Kaj Munk hält am 1. Januar seine Probepredigt in Vedersø (Westjütland). Er besteht den zweiten Teil des Examens, wird am 25. Mai in der Kirche von Landet auf Lolland ordiniert und am 1. Juni als Pfarrer in Vedersø eingeführt. Im Herbst vollendet er „En Idealist“.



1925 Kaj Munk verfasst „Ordet“ („Das Wort“). Der Anlass zu diesem Schauspiel ist ein trauriges Geschehen in Vedersø, das den jungen Pastor erschüttert hat: Eine junge Bäuerin, Marie Sand, ist im Kindbett gestorben, und er muss sie zusammen mit ihrem totgeborenen Kind beerdigen.



1926 Im Mai entsteht „Fugl Fønix“; im Juli wird „En Idealist“ vom Königlichen Theater Kopenhagen angenommen. Kaj Munk schreibt - möglicherweise mit autobiographischem Hintergrund - das Drama „Kærlighed“ („Liebe“) über einen Pfarrer, der eine verheiratete Frau liebt und der predigt, was er selbst nicht glauben kann. Er tritt einen längeren Urlaub an. Ist es Flucht aus der Gemeinde Vedersø oder gar aus dem Pfarramt? In Berlin verfasst er „I Brændingen“ („In der Brandung“), ein Drama über den dänischen Christentums-Kritiker Georg Brandes.



1927 Kaj Munk unternimmt eine lange Reise nach den Færør-Inseln zu seinem Freund Pastor Herluf Aagaard.



1928 Am 8. Februar wird "En Idealist" im Königlichen Theater Kopenhagen uraufgeführt. Das Stück erhält viele negative Kritiken. Kaj Munk verfasst das erst posthum veröffentlichte Schauspiel „Fra Tidehvervet“ („Von der Zeitenwende“) über den Dichter Titus Lucretius Carus.



1929 Am 13. Januar werden Elise Jørgensen aus Vedersø und Kaj Munk durch Pastor Povel Høy Blicher Winther in Skarrild getraut. Dem Ehepaar werden fünf Kinder geschenkt: Yrsa, Helge, Arne, Solveig und Mogens. Im Jahre 1929 entstehen die Dramen: „Havet og Menneskene“ („Das Meer und die Menschen“) und „Kardinalen og Kongen“ („Der Kardinal und der König“).



1931 Kaj Munk bewirbt sich erfolglos um die dänische Pfarrstelle in Berlin. Er beginnt, für die Tageszeitung „Jyllands-Posten“ zu schreiben, später übrnehmen auch andere dänische Zeitungen gern seine Texte. Er verfasst die Schauspiele „Cant“ und „Kardinal Richelieu“. Die erfolgreiche Premiere von „Cant“ am 10. Oktober im Königlichen Theater Kopenhagen bringt dem jungen Dramatikers endlich Anerkennung.



1932 Wegen Kaj Munks Zeitungsartikel „Märchen der Weihnacht“ gibt es öffentlichen Streit. Mit der Premiere von „I Begyndelsen var Ordet“ („Im Anfang war das Wort“) im Betty-Nansen-Theater beginnt der Riesenerfolg von „Ordet“. Der Pfarrer aus Vedersø nimmt öffentlich Partei gegen die kirchenamtliche Disziplinierung eines Kollegen, der den Glauben an Wunder ablehnt („Otto Larsen Streit“).



1933 Kaj Munk verfasst das Drama „Saul“. Am 9. November wird sein Drama über König David „De Udvalgte“ („Die Auserwählten“) im Königlichen Theater Kopenhagen uraufgeführt.



1934 Von Januar bis März reisen Lise und Kaj Munk über Flensburg, Berlin und Rom nach Ägypten und Jerusalem. Kaj Munks Reiseberichte erweisen ihn als jemanden, der Hochachtung vor Mussolini und - mit gewissen Abstrichen - auch Hitler hat. Die Texte erscheinen zuerst in der Tageszeitung „Jylland-Posten“ und werden im gleichen Jahr als Buch „Vedersø - Jerusalem retur“ veröffentlicht, ebenso die Gedichtsammlung „Os bærer den himmelske Glæde“ („Uns trägt die himmlische Freude“). Er verfasst eine in die politische Gegenwart verlegte Version von Shakespeares „Hamlet“.



1935 Am 8. März hat Munks „Hamlet“ im Betty-Nansen-Theater Premiere, am 14. September "Kærlighed" im Königlichen Theater Kopenhagen. Es entstehen das Filmskript: „Det gyldne Smil“ („Das goldene Lächeln“) und die bisher unveröffentlichten Schauspiele „Fru Koltschak" und „En Almanakhistorie“, („Eine Kalendergeschichte“). „En Almanakhistorie“, eine Fortführung von „Ordet“, behandelt die Abtreibungsproblematik, die Kaj Munk in diesen Jahren als elementare ethische Frage stark beschäftigt.



1936 Im Januar verfasst Kaj Munk. „Sejren“ („Der Sieg“). Dieses Schauspiel protestiert gegen den Abessinienkrieg Mussolinis. Aus politischer Rücksichtnahme will keine dänische Bühne das Stück zur Uraufführung annehmen. Darauf findet diese am 5. April in Oslo statt. Weiter erscheinen "10 Oxford Snapshots" über die später „moralische Aufrüstung“ genannte christliche „Oxfordbewegung“, ferner die Jagdbriefe „Liv og glade Dage“ („Leben und fröhliche Tage“) und eine Sammlung von Kindergedichten: „Knaldperler“ („Knallerbsen“). Munks Artikel zum dänischen Reformationsjubiläum rufen Proteste hervor - auch bei der deutschen Presse im Grenzland.



1937 Kaj Munk schreibt „Selvtægt“ („Selbsthilfe“) - ein bisher unveröffentlichtes Theaterstück gegen das dänische Abtreibungsgesetz, und „Diktatorinden“, ("Die Diktatorin"), ebenfalls unveröffentlicht, ferner das Filmdrehbuch „Christian II“. Sein Jugendwerk „Pilatus“ erscheint als Privatdruck. „I Brændingen“ wird uraufgeführt. Am 31. August wird „Sejren“ auch in Dänemark, im Kopenhagener Folketeatret, gespielt.



1938 Anfang Januar schreibt Kaj Munk in wenigen Tagen „Han sidder ved Smeltediglen“ („Er sitzt am Schmelztiegel“) in Berlin – ein Protest gegen die Judenverfolgungen im Dritten Reich und gegen die deutschchristliche Irrlehre, der historische Jesus von Nazaret sei kein Jude, sondern Arier gewesen. Der dänische Staat zahlt ihm ab März einen jährlichen Dichtersold. „Jyllands-Posten“ veröffentlicht am 17. November seinen offenen Brief an Mussolini, in dem er gegen den reichsweiten Pogrom, der sogenannten„Reichskristallnacht“ am 9. November in Deutschland protestiert. Am 24. November verleiht ihm die Dänische Studentenvereinigung die Würde ihres „Ehrenkünstlers“.



1939 Am 12. Januar stirbt Peter Munk in Ulfborg. Kaj Munk reist nach Paris und veröffentlicht am 26. März „Brændende Europa“ („Brennendes Europa“) in "Jyllands-Posten". Er beginnt in Snøde auf Langeland sein Schauspiel „Egelykke“ über den jungen Grundtvig. Er verfasst „Puslespil“ und überträgt das Meierling-Drama von Maxwell. Es erscheint sein kleiner Gedichtband: „Tempelvers“.



1940 Am 9. April besetzt die deutsche Wehrmacht Dänemark. Dänemark bleibt formal ein selbständiger Staat unter Aufsicht des Außenministeriums des Großdeutschen Reiches. Am 10. April bildet sich eine „Sammlungsregierung“ aus Vertretern der vier großen dänischen Parteien. In den nächsten zwei Jahren entfaltet Kaj Munk eine rege Vortragstätigkeit, um die dänische Widerstandsgesinnung zu stärken. Besonders - und bis heute - diskutiert wird die Rede, die er am 28. Juli in Ollerup hält. Am 13. September spricht er in Vrå über den mittelalterlichen dänischen Freiheitshelden Nils Ebbesen und beginnt ein Drama über ihn zu schreiben. Er arbeitet sein Jugendwerk „Christoffer II“ um und nennt es „Attertag“. Christian Reventlow veröffentlicht eine umfangreiche Kritik an Werk und Verhalten Kaj Munks: „Er Kaj Munk ‚Dansk Aandelivs Høvding’?“ („Ist Kaj Munk ‚Anführer des dänischen Geisteslebens’?“) Am 17. September hat „Egelykke“ im Königlichen Theater Kopenhagen Premiere.



1941 Kaj Munk verfasst den Einakter „Kongen“ („Der König“). Es erscheinen zwei Gedichtsammlungen „Navigare necesse“ („Seefahrt ist notwendig“) und „Sværg det, Drenge“ („Schwört es, Jungens“) und der Predigtband: „Ved Babylons Floder“ („An Babylons Flüssen“). Marie Munk stirbt am 16. Mai in Vedersø. Das Justizministerium ermahnt Kaj Munk wegen seiner politischen Vortragstätigkeit.



1942 „Niels Ebbesen“ wird trotz drohenden Verbots gedruckt. 15.000 Exemplare werden größtenteils im Untergrund verteilt, wenige Exemplare durch die Polizei beschlagnahmt. Am 5. Juli 1942 sendet der BBC London „Niels Ebbesen“ mit Kommentaren des dänischen Freiheitssenders. Es erscheinen viele, in der Art verschiedene Werke Kaj Munks: der Gedichtband „Det unge Nord“ („Der junge Norden“), ein weiterer Predigtband: „Med Ordets Sværd“ („Mit dem Schwert des Wortes“), „Foraaret saa sagte kommer“ („Der Frühling kommt langsam“) - Lebenserinnerungen bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Nachricht von der Annahme von „En Idealist“ bei dem jungen Pfarrer in Vedersø eintrifft - , „Med Sol og megen Glæde“, („Mit Sonne und viel Freude“) – ein Sammelband mit bisher unveröffentlichten, teilweise autobiographischen Texten). Der Einakter „De Herrer Dommere“ („Die Herren Richter“) wird in dem Weihnachtsmagazin „Juleroser“ abgedruckt. Bis heute unveröffentlicht ist der Einakter „Den Kærlighed“ („Diese Liebe“) zum Problem des Schwangerschaftsabbruchs.



1943 Kaj Munk wird Mitglied der Oppositionspartei „Dansk Samling“ („Dänische Sammlung“) und wirbt für sie bei der Folketings-Wahl. Am 27. März protestiert er gegen das Kirchenministerium, das den dänischen Pfarrern verboten hatte, den Widerstand der Norweger und deren Kirchenkampf auf der Kanzel zu erwähnen. Buchhändler dürfen seine Bücher nicht mehr ausstellen oder für sie werben. Die Zensur beobachtet scharf seine literarische Produktion. Dennoch erscheinen von Kaj Munk die Kinderbücher „Danmark“ und „Jesus’ Historier“ („Geschichten von Jesus“), „Smaabyens Sjæl“ („Seele der Kleinstadt“) – ein Lob auf die Stadt Ringkøbing), „Sømandsvise“ („Seemannslied“), eine Gedichtsammlung „Den Skæbene ej til os!“ („Dieses Schicksal nicht für uns!“), die Nacherzählung der neutestamentlichen Apostelgeschichte „Apostlenes Gerninger“ („Taten der Apostel“) die außer als selbständiges Buch auch mit Kaj Munks Nacherzählung des Lukasevangeliums 1944 wiedergegeben wird in „Det Ny Testamente gengivet af danske Digtere“ („Das Neue Testament – übertragen von dänischen Dichtern“), und der Einakter „Før Cannæ“ („Vor Cannae“). Illegal erschienen drei politische Predigten in einem eigens dafür gegründeten Verlag: „Tre Prædikener“. Kaj Munk verfasst einen Einakter über den Dichter Ewald: „Ewalds Død“ („Ewalds Tod“) und arbeitet bis zu seiner Ermordung an einem Schauspiel über die Apostel Paulus und Petrus: „Alverdens Urostifterne“ („Die Störenfriede der ganzen Welt“) Als vom 2. Oktober an die dänischen Juden in die Vernichtungslager abtransportiert werden sollen, werden die meisten hinüber nach Schweden gerettet. Am 5. Oktober protestieren die dänischen Bischöfe öffentlich gegen die Judenverfolgung im Lande. Ihr Hirtenwort wird an den darauf folgenden Sonntagen auf allen Kanzeln des Landes verlesen, auch in Vedersø. Am 18. November hat „Ewalds Død“ Premiere. Das Schauspiel wird wegen des Aufführungsverbotes von Kaj-Munk-Stücken unter dem Autorennamen „Holger Gabrielsen“ – eines Freundes Kaj Munks, der dabei Regie führt - gespielt und veröffentlicht. Am 5. Dezember predigt Kaj Munk trotz deutschen Verbots im Kopenhagener Dom. Als Weihnachtsgabe verschicken Lise und Kaj Munk das berühmte Gedicht über die blaue Anemone „Den blaa Anemone“. Am 30. Dezember ordnet Hitler „Gegenterror“ in Dänemark an, dessen erstes Opfer Kaj Munk wird.



1944 Am 1. Januar hält Kaj Munk in der Kirche von Vedersø eine Bußpredigt - demonstrativ ohne Talar und nicht auf der Kanzel – gegen die Kollaboration von Gemeindegliedern. Am 4. Januar wird er von einem aus Berlin angereisten SS-Spezialkommando im Pfarrhaus verhaftet und in Hørbylunde Bakke bei Silkeborg ermordet. Die öffentlichen Trauerbekundungen in ganz Dänemark sind groß. Die Suche nach den Mördern Kaj Munks wird von der deutschen Besatzungsmacht unterbunden. Am 8. Januar wird der Märtyrer unter großer öffentlicher Anteilnahme in Vedersø begraben.



Epilog: Bis Kriegsende erscheinen zahlreiche kleine Gedichtsammlungen und andere Texte des Dichter-Pfarrers als - zum Teil hektographierte - Untergrundliteratur. Am 5. Mai wird Dänemark frei. Am 17. Mai wird „Niels Ebbesen“ zur Feier der Befreiung und zum Gedenken an Kaj Munk im Königlichen Theater Kopenhagen aufgeführt. Kaj Munk wird in ganz Skandinavien, aber auch in den Niederlanden als Dichter und Pfarrer gewürdigt, der wegen seines Widerstandes zum Märtyrer wurde.



Frau Lise Munk stirbt hochbetagt am 9. September 1998 in Vedersø.



Literatur in Auswahl



Werke Kaj Munks auf dänisch



Kaj Munk Mindeudgave, Kopenhagen, (Nyt Nordisk Forlag Arnold Busck):



- En Digters Vej og andre Artikler 1948.

- Prædikener 1948.

- Cant og andre Skuespil 1948.

- Kærlighed og andre Skuespil 1948.

- Pilatus og andre Skuespil 1949.

- Egelykke og andre Skuespil 1949.

- Digte 1949.

- Dagen er inde - og andre Artikler 1949.

- Foraaret saa sagte kommer - Erindringer 1949



Munk, Kaj: Aldrig spørge, om det nytter - Digterens Liv fortalt af ham selv i Breve og Artikler, samlet og tilrettelagt af Niels Nøjgaard, Kopenhagen (Nyt Nordisk Forlag Arnold Busck) 1958



Kaj Munk: Af et overfladisk, gejstligt menneskes papirer, Kopenhagen (Nyt Nordisk Forlag Arnold Busck) 2001



Kaj Munk: Ordet II - En almanakshistorie - skuespil i syv akter, Kopenhagen, (Forlag Bindslev) 2003



Werke Kaj Munks auf deutsch:



Munk, Kaj: Fragment eines Lebens – Erinnerungen, Übersetzung: Maria Bachmann-Isler, Zürich (Artemis Verlag) 1944



Munk, Kaj: Bekenntnis zur Wahrheit, Predigten, Übersetzung: Laure Wyß, Zürich (Evangelischer Verlag A. G. Zollikon-Zürich) 1944



Munk, Kaj: Dänische Predigten - Übersetzt von Edzard Schaper, Vorwort von Pastor primarius Olle Nysted, Stockholm (Neuer Verlag - Esselte Aktiebolag) o. J. (1945)



Munk, Kaj: Glückhafte Tage - Fünfzehn kurze Grüße mit Blindladung an die fröhlichsten meiner Kameraden, die Lieblingssöhne der Natur und ihre eifrigsten Jünger: Dänemarks Jäger, aus dem Dänischen von Elsa Carlberg, Zürich (Artemis-Verlag) 1946



Munk, Kaj: Jesusgeschichten, wiedererzählt für die Kleinen, aus dem Dänischen von Gudrun Cavin, Genf, (Rocailles Verlag) 1949



Munk, Kaj: „Vor Cannae - Før Cannae“ (deutsch – dänische Ausgabe. Deutsche Übersetzung: Kai Kromer), Dresden (Satzverlag) 2000



Munk, Kaj: „Schauspiele“, aus dem Dänischen von Rolf Lehfeldt und Paul Gerhard Schoenborn, mit einem Essay von Arne Munk, Edition ATE im LIT Verlag, Münster 2003



Literatur über Kaj Munk auf dänisch (in Auswahl):



Auchet, Marc; Honoré, Paul; Katoppo, Marianne; Iversen, Hans Raun (Udg.): Kaj Munk - Dansk rebel og international inspirator, Kopenhagen (Akademisk Forlag) 1995 (mit einer internationale Kaj-Munk-Bibliographie)



Auchet, Marc: De lollandske stjerner - Kaj Munks forfatterskab set paa baggrund af hans liv, Kopenhagen (C. A. Reitzel) 1998



Brix, Hans: Hurtig svandt den lyse Sommer - Kaj Munk 1924 – 1944, Kopenhagen (Westermann) 1946



Brovst, Bjarne Nielsen: Livet i Vedersø Præstegaard - om Lise og Kaj Munk, Herning (Poul Kristensens Forlag) 1980



Brovst, Bjarne Nielsen: Kaj Munk - liv og død, Aarhus (Centrum) 1984



Brovst, Bjarne Nielsen: Kaj Munk og den stærke mand, Aarhus (Centrum) 1992



Brovst, Bjarne Nielsen: Kaj Munk - krigen og mordet, Aarhus (Centrum) 1993



Brovst, Bjarne Nielsen: Kaj Munk - retsopgør og eftermæle, Aarhus (Centrum) 1998



Elbrønd-Bek, Bo:Opsatndelsesmotivet i Kaj Munks Drama ORDET, Kopenhagen, (Forlaget Underskoven) 2009



Geismar, Oscar: Om Mennesket Kaj Munk, Kopenhagen, (Nyt Nordisk Forlaget Arnold Busk) 1945



Møller, Per Stig: Munk, Kopenhagen (Gyldendal) 2000



Møller, Per Stig: Mere Munk, Kopenhagen (Gyldendal) 2003



Nøjgaard, Niels/ Wested, Martinus und andere: Bogen om Kaj Munk - skrevet af hans Venner, Kopenhagen (Westermann) 1946



Nøjgaard, Niels: Kaj Munk - Digter og Praest - Et Mindealbum, Kopenhagen (Berlingske Forlag) 1945



Nøjgaard, Niels: Ordets Dyst og Daad - Kaj Munks Levnedsløb og Personlighed, Kopenhagen (Nyt Nordisk Forlag Arnold Busck) 1946



Pedersen, Jan: Martyren Kaj Munk lever, Oslo (Lunde Forlag) 2004



Siegumfeldt, H. H.: Kaj Munk - en Mand og hans Daad, Aalborg (Frede og L. C. Lauritzen) 1945. (mit ausführlicher Bibliographie)



Literatur über Kaj Munk auf deutsch:



Eisenberg, Christian: Die politische Predigt Kaj Munks, Europäische Hochschulschriften, Reihe XXIII Theologie, Band 147 Frankfurt a. M. (Peter D. Lang) 1980



Neergaard, Ebbe: Kaj Munk - Ein Dichter zwischen zwei Weltkriegen, Übersetzung: Maria Bachmann-Isler Zürich (Artemis Verlag) 1945



Schoenborn, Paul Gerhard: Alphabete der Nachfolge - Märtyrer des politischen Christus, Wuppertal (Peter Hammer Verlag) 1996



Schwede, Alfred Otto: Verankert im Unsichtbaren - Das Leben Kaj Munks,

Berlin (Evangelische Verlagsanstalt) 1970